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Alpine 17: Gemeinsame Stabsrahmenübung mit dem Weißen Kreuz aus Bozen

"Aufgrund ergiebiger Regenfällen wurden Teile der Gemeinde Kurtatsch in Südtirol überflutet. Nach einem massiven Hangrutsch wurde neben den lokalen Kräften im Rahmen der bilateralen Zusammenarbeit mit dem Italienischen Zivilschutz auch das THW zur Erkundung von Bereitstellungsräumen und Notunterkünften alarmiert".

Im Rahmen dieser Übungslage fand am Wochenende 24.-26.11. die Stabsrahmenübung Alpine 2017 statt: eine gemeinsame Übung mit dem Weißen Kreuz aus Bozen im Rahmen der bilateralen Zusammenarbeit mit dem Italienischen Zivilschutz.

Teilnehmer aus den Ortsverbänden Passau, Mallersdorf, Kempten und Sonthofen verlegten hierfür bis Freitagmittag nach Bozen, Südtirol.  Die Aufnahme durch das Weiße Kreuz Südtirol (der Partner vor Ort für diese Übungsreihe) in deren Räumlichkeiten war, wie stets, sehr herzlich.

Nach Begrüßung durch die Übungsleiter Markus Leimegger (stv. Leiter Weißes Kreuz Bozen) und Bernd Urban (Sachbearbeiter Grundsatz in der Dienststelle des Landesbeauftragten für Bayern) wurden die Teilnehmer von THW und Weißem Kreuz am Freitagnachmittag mit Vorträgen in das Übungsthema eingeführt.

Am nächsten Tag wurden die Einsatzkräfte dann selbst aktiv. Gemäß dem Einsatzauftrag mussten Notunterkünfte für 200 Betroffene und 200 Einsatzkräfte bei einer Betriebsdauer von acht bis zwölf Wochen erkundet werden. Auch eine mögliche künftige Erweiterung um weitere 400 Gäste sollte mit in Betracht gezogen werden.

Die Gemeinde Kurtatsch hatte dafür drei fragliche Flächen ausgewiesen. Jeder Bereich hatte seine eigenen Herausforderungen.

Eine im Betrieb befindliche Kellerei bot genügend Flächen für Unterbringung und Infrastruktur, jedoch stellte sich die Problematik der Verfügbarkeit. Die kleine Schule samt Parkflächen war sehr beengt und befand sich direkt im Dorfzentrum. Der Festplatz der Gemeinde entpuppte sich als Waldstück, das nur über eine enge Serpentinenstraße zu erreichen war.

Unter diesen Vorzeichen machten sich zwei Teams bestehend aus Helfern von THW und Weißem Kreuz am Samstag früh an die Erkundung vor Ort. Jede Gruppe war mit Experten für die verschiedenen Gewerke, die bei der Errichtung von Notunterkünften zu beachten sind, bestückt. Über die Thematiken Wasser/Abwasser und Stromversorgung bis hin zur Verpflegung und sozialen Betreuung der späteren Bewohner mussten eine Unzahl von Aspekten betrachtet werden.

 In den Nachmittagsstunden wurden die vor Ort gewonnenen Eindrücke systematisiert und die verschiedenen Räume gegeneinander abgewogen.

Für den jeweiligen Favoriten der Gruppe wurde ein konkreter Lösungsvorschlag zum Aufbau einer Notunterkunft empfohlen und im Anschluss der jeweils anderen Gruppe vorgestellt. Der Detailgrad und die Professionalität der Ausgestaltung, die in der Kürze der Zeit erarbeitet werden konnten, waren verblüffend.

Die Abendstunden wurden dann dazu genutzt um die beiden Pläne zu vergleichen. So entstand ein gemeinsamer Vorschlag, der in der Folge auch der Gemeinde Kurtatsch für einen –hoffentlich nie eintretenden - konkreten Fall der Fälle zur Verfügung gestellt wird.

Am Sonntagvormittag trafen sich die Übungsteilnehmer zur Aussprache und Verabschiedung.

Der Dank des THW galt nicht zuletzt dem Weißen Kreuz Südtirol für die hervorragende Betreuung. 

THW/ Philipp Hollfelder

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