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24h-Übung hält Einsatzkräfte in Atem

Vom 27. auf den 28. April 2018 fand im Landkreis Fürstenfeldbruck eine 24h-Übung der Hilfsorganisationen statt.

Ziel der Übung war es, die Zusammenarbeit bei Einsätzen zu verbessern und die Abläufe, verfügbares Material und Knowhow der jeweiligen Fachdienste kennen zu lernen.

Ab 18 Uhr glich der Hof der Unterkunft des THW Ortsverbandes Fürstenfeldbruck einem kleinen Bereitstellungsraum: aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck kamen hier Einheiten des Landrettungsdienst von Malteser Hilfsdienst und dem Bayerischen Roten Kreuz, aus der Wasserrettung von BRK Wasserwacht sowie der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft zusammen, um gemeinsam mit dem örtlichen THW zu üben. In insgesamt sechs Lagen arbeiteten die Fachdienste zusammen und lernten den jeweils anderen Part kennen.

Nach einer Einweisung ließ die erste Lage nicht lange auf sich warten. Gegen 21 Uhr schrillten die Melder der Einsatzkräfte mit dem Stichwort Wassernot 1, Person im Wasser. Innerhalb kürzester Zeit verlegten die Kräfte an den Marthabräu Weiher zur Rettung. Da die genaue Örtlichkeit nicht bekannt war, suchten der Wasserrettungsdienst wasserseitig und das THW landseitig die Einsatzstelle ab. Nach kurzer Zeit konnte die vermisste Person gefunden, aus dem Wasser gerettet und an den Rettungsdienst übergeben werden.

Gegen 5 Uhr folgte die zweite Lage: mit dem Stichwort Alkoholvergiftung wurde der Landrettungsdienst an den Emmeringer See beordert. Nach einer kurzen Lagesondierung wurden das Technische Hilfswerk und der Wasserrettungsdienst nachgeordert, um bei der Suche nach einer vermissten Person zu unterstützen. Diese wurde durch THW-Einsatzkräfte auf der anderen Uferseite aufgefunden, erstversorgt und an die Kräfte der Wasserrettung übergeben, da ein wegen der Geländebeschaffenheit ein Abtransport auf dem Landweg nicht möglich war.

Um 9 Uhr schrillte der Melder ein drittes Mal, und die Kräfte folgten dem Ruf an das Pucher Meer. Während eines Spaziergangs in dem alten Kieswerk wurden zwei Frauen an einem Hang verschüttet, während die Dritte sich bei dem Versuch Hilfe zu holen am Fuß verletzte. Aufgabe der THW-Kräfte war hier, die verschütteten Personen zu retten und an den Wasserrettungsdienst zu übergeben. Da jedoch nur ein Motorboot für den Abtransport zur Verfügung stand, wurden die Kräfte auch in den Abtransport der leicht Verletzten über den Landweg eingebunden. Dabei lernten sie wertvolle Details kennen, die beim Transport im schwierigen Gelände zu beachten sind.

Bei Lage vier vertiefte der Wasserrettungsdienst seine Techniken im Bereich der Flächensuche: auf der Amper war Höhe Geiselbullach von einer Brücke aus ein führerloses Boot gesichtet worden. Während die Wasserretter flussabwärts nachdem Boot suchten, wurden die restlichen Kräfte zu einem Verkehrsunfall in Neulindach abgerufen. In Neulindach erwartete die Einsatzkräfte von THW und Rettungsdienst die fünfte Lage: auf dem Weg zu einer Geburtstagsparty kollidierte zwei Pkw an einem Kreuzungsbereich. Dabei wurden alle Fahrzeuginsassen schwer verletzt, zum Teil aus dem Fahrzeug geschleudert. Während der Rettungsdienst sich um die Versorgung der Verletzten kümmerte, starteten die THW-Kräfte die technische Rettung der eingeklemmten Personen. Dieser Part war für die teils frisch ausgebildeten Rettungsdienstkräfte eine neue Erfahrung, aus der sie für spätere Einsätze wertvolle Tipps erhielten.

Während der gesamten 24h-Übung wurden die Kräfte durch das Küchenteam des THW Ortsverband Fürstenfeldbruck betreut – denn ohne Mampf, kein Kampf.

THW/ Stefan Seitz

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