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25.000 Liter Wasser pro Minute: THW hält Hochwasserschutz-Übung am Lech ab


22 Einsatzkräfte des THW-Schwabmünchen üben am Lech, wie sich die Pumpleistung auf große Höhenunterschiede auswirken. Dabei erhalten die Katastrophenschützer wichtige Erkenntnisse.

Das THW Schwabmünchen ist an vergangenem Samstag Anfang Juni in Richtung Stauwehr ausgerückt, um zu erproben, wann die Leistungsgrenze der Schwabmünchner Pumpen erreicht ist.

"Wir haben heute zwar eine Gesamtpumpleistung von 25.000 Liter pro Minute, die Herausforderung ist aber die Höhe“ erläutert der Zugführer Leo Wieser. Was man sich darunter vorstellen muss, ist schon beim ersten Versuch zu erkennen. Eine Pumpe, die laut Betriebsbuch eigentlich eine Leistung von 3.000 Liter pro Minute haben sollte, fördert das Wasser kaum bis zur unteren Deichkante. Wieser, der selbst Ingenieur ist, hat dafür eine Erklärung: „Die Pumpe liegt nochmal fünf Meter unterhalb des Deiches. Hier kommt einfach nicht genügend Druck zustande.“

Doch das THW hat eine Lösung bereits parat. Auf der Fläche zwischen dem höher liegenden Lechkanal und dem niedriger liegenden Flussbett errichten die Einsatzkräfte in kürzester Zeit ein 18.000 Liter fassendes Wasserbecken. Sechs Schlauchleitungen führen danach mit ebenso vielen Tauchpumpen Wasser aus dem Lech in das Becken. „Das Wasserbecken ist eine Eigenkonstruktion von uns. Es ist sogar bis zu 36.000 Liter Fassungsvermögen erweiterbar“ erzählt Karsten Köhler, Chef des THW Schwabmünchen. Er hat die Übung ausgearbeitet. Die Ursprüngliche Idee sei gewesen, eine Wasserentnahmestelle für die Feuerwehren einrichten zu können, wenn der nächste Hydrant weiter weg wäre, so Köhler.

Das letzte Hindernis in der Pumpstrecke übernimmt ein im Landkreis einmaliges Gerät. Die Hochleistungspumpe des Katastrophenschutzes schafft das Wasser über den Deich, bis es in der Strömung des Lechkanals verschwindet. Die Pumpe fördert bis zu 15.000 Liter pro Minute. Der Zugführer findet, dies sei enorm: „Vor allem, wenn man bedenkt, dass wir das Wasser durch die Schläuchte etwa zwei Kilometer fördern können“.

Zehn Stunden waren die THW-Kräfte an diesem Tag unterwegs. Übungsleiter Karsten Köhler ist am Ende sehr zufrieden: „Wir haben heute neue Erkenntnisse gewinnen können, gerade was die effektive Leistung unserer Pumpen angeht“. Das THW mache solche Übungen, so Köhler, um eben mit diesen Erkenntnissen im Ernstfall noch effizienter helfen zu können.

THW/ Konstantin Wamser

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