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Hochwasserschutz und Deichverteidigung: neue Fortbildung für die Einsatzkräfte des Regionalbereichs München

Hochwasserschutz und Deichverteidigung gehören zu den Kernkompetenzen des Technischen Hilfswerks. Besonders qualifizierte Spezialisten, die „Technischen Berater“, beurteilen im Hochwasserfall Gefährdung und Standsicherheit von Deichen und beraten hinsichtlich erforderlicher Verteidigungsmaßnahmen.

Zur Umsetzung von Deichverteidigungsmaßnahmen im Einsatzfall ist es aber auch unbedingt erforderlich, dass Basiswissen über Deichverteidigungsmethoden bei möglichst vielen Einsatzkräften vorhanden ist. Nur so lässt sich sicherstellen, dass solche Maßnahmen an einer großen Zahl von Einsatzstellen zuverlässig umgesetzt werden können.

Aus diesem Grund fand am letzten Juni-Wochenende eine erste Fortbildungsveranstaltung für 23 THW-Führungs- und Einsatzkräfte des Regionalbereichs München beim THW-Ortsverband Freising statt. Diese wurde durch die Technischen Berater Hochwasserschutz und Deichverteidigung des Regionalbereichs München, darunter auch der Deichverteidigungs-Spezialist aus dem Ortsverband Freising, gemeinsam mit der Regionalstelle des THW konzipiert und vorbereitet. Als Teilnehmer mit dabei waren auch sieben Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr München.

Am Freitag Abend wurden zunächst die theoretischen Grundlagen gelegt. Neben allgemeinen Begriffen rund um den Deich wurden neben möglichen Gefahren für Deiche auch die wichtigsten Methoden der Deichverteidigung besprochen. Die Teilnehmer erfuhren dabei, wie Sandsäcke – immer noch das vielseitigste Einsatzmittel in der Deichverteidigung – effektiv eingesetzt werden können, um gefährdete oder bereits geschädigte Deichabschnitte zu sichern.

Am Samstag galt es dann, diese Methoden auch in der Praxis zu üben. Dazu waren auf dem Übungsgelände des TWH Freising mehr als 2.700 gefüllte Sandsäcke vorbereitet. An zwei Stationen wurden jeweils rund 800-1.000 Sandsäcke zu einer so genannten Quellkade oder einer Auflast am Deich verlegt. Beide Gruppen gemeinsam errichteten dann auch noch eine Aufkadung – also einen Damm aus Sandsäcken – mit einer Höhe von rund einem Meter. Bei einer Länge von nur zehn Metern werden alleine hierfür zur Fertigstellung alle verfügbaren Sandsäcke benötigt.

Für die Teilnehmer waren diese Arbeiten bei mehr als 25°C Lufttemperatur und strahlendem Sonnenschein eine schweißtreibende und staubige Angelegenheit, was der guten Stimmung und der Motivation aber keinen Abbruch tat.

Da alle Ausbildungsziele erreicht werden konnten, war diese Fortbildung – die erste dieser Art – für Teilnehmer und Ausbilder gleichermaßen ein voller Erfolg. Das hier erarbeitete Konzept ist damit eine hervorragende Grundlage für weitere Veranstaltungen dieser Art.

THW/ Jürgen Fischer

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