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Katastrophenschutzübung „Protective Sand“ fordert mehr als 140 Einsatzkräfte

Nach tagelangem Dauerregen droht dem Markt Floß ein hundertjähriges  Hochwasser.  Es  müssen  mehrere  Menschen  evakuiert,  bedrohte  Häuser  geschützt und große Wassermassen gepumpt werden.“ So das Szenario der realen Katastrophenschutz-Teilübung „Protective Sand“.

Mehr als 140 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Bayerischem Roten Kreuz (BRK) und dem Technischen Hilfswerk (THW) bewältigten die Lage mit menschlichen und technischen Knowhow.

Das Szenario in Floß war Teil einer noch größeren Einsatzlage, welche im Katastrophenschutzzentrum Neuhaus durch die örtliche Einsatzleitung sowie die Führungsgruppe Katastrophenschutz geübt wurde. Während allerdings die anderen Einsatzorte in Luhe-Wildenau, Weiherhammer und Pressath nur ein Planspiel waren, wurde in Floß mit echter ehrenamtlicher Frauen- und Männer-Power gegen die angenommenen Fluten gekämpft.

4.500 Sandsäcke, 5.000 Liter Pumpleistung pro Minute und 25.000 Watt Beleuchtung: Durch den Dauerregen wurde angenommen, dass die „Floß“ in der Nacht von Freitag auf Samstag auf jeden Fall die Meldestufe 3 bis 4 erreichen wird. Daher wurde versucht, kritische Bereiche mittels Sandsackwällen mit einer Höhe von mindestens 50 Zentimetern zu schützen. Insgesamt mussten bis Mitternacht 4.500 Sandsäcke gefüllt, transportiert und auf einer Länge von rund 40 Metern verbaut werden, was eine besonders schweißtreibende Arbeit war.

Für genügend Licht am Bauhof und im Ortskern wurden große Lichtmasten der Feuerwehr Störnstein und des Technischen Hilfswerks sowie mehrere Powermoon-Leuchtballone und LED-Großbeleuchtungsgeräte aufgebaut, sodass insgesamt rund 25.000 Watt Lichtleistung für tageshelles Licht an den Einsatz- und Arbeitsstellen sorgten. Das BRK aus Weiden und Neustadt kümmerte sich mit 21 Einsatzkräften um das Wohl aller eingesetzten Übungsteilnehmer.

Gegen Mitternacht wurde das Übungsziel erreicht – es konnten alle Sandsäcke planmäßig gefüllt und verbaut werden. Das gemeinsame Statement der Übungsplaner lautete: Auch wenn wir an einigen Stellen Optimierungsbedarf festgestellt haben, waren wir von der schnellen Erreichung des Übungsziels positiv überrascht. Wir haben festgestellt: „Wenn es läuft, dann läuft’s!“.

Das THW Weiden war mit dem gesamten Technischen Zug inklusive Fachgruppe Räumen mit insgesamt 30 Kräften vor Ort. Das THW aus Nabburg war mit Zugtrupp, 1. Bergungsgruppe und der Fachgruppe Wasserschaden/Pumpen mit 18 Helferinnen und Helfern beteiligt.

THW/ Thomas Schiller und Andreas Duschner

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